|
Die Rhythmische Sportgymnastik, welche seit 1984 olympisch ist, gilt als eine der faszinierendsten Sportarten weltweit und wurde vom Ex-IOC-Präsidenten Samaranch treffenderweise als die „charmanteste und fraulichste Sportart der Welt“ betitelt.
Die musikalisch begleiteten Übungen werden immer mit einem der fünf Handgeräte Seil, Reifen, Ball, Keulen oder Band dargeboten. Das Publikum bestaunt dabei in erster Hinsicht die unglaubliche Flexibilität der Gymnastinnen, die meist einfach aussieht, aber eine vollständige Körperbeherrschung voraussetzt und jahrelanges, hartes Training erfordert. Auch der anmutige Umgang und die artistische Handhabung der fünf Handgeräte verlangen den Gymnastinnen extreme koordinative Fähigkeiten ab.
 Das Wettkampfprogramm wird grundsätzlich in Einzel- undGruppenübungen gegliedert. Die Übungsdauer von Einzelübungen liegt zwischen 1:15-1:30 min und die Gruppenübungen besitzen eine Übungsdauer von 2:15-2:30 min.
Das Wettkampfprogramm der Einzelgymnastinnen besteht aus 4 Übungen (Leistungsklasse), währenddessen die Wettkampfklasse 3 Übungen turnt. Die Handgeräte werden entsprechend exakten Vorschriften einige Jahre im Voraus festgelegt.
Die Übungskompositionen werden auf einer vorgeschriebenen Wettkampffläche von 13 x 13 m vorgetragen. Übertritt eine Gymnastin die Flächenmarkierung, hat dies Abzüge von ihrer Endnote zur Folge
.
Die Bewertung der Übungen erfolgt entsprechend den gültigen Wertungsvorschriften („Code de Pointage“), die immer nach den Olympischen Spielen reformiert werden.
Das Kampfgericht setzt sich aus 3 Gruppen zusammen: Ausführung:
* bildet den Schwerpunkt der Übungsbewertung
- Künstlerischer Wert:
- · Bewertung der Musik, des Übungsaufbaus, der Gerätetechnik
- · besondere künstlerische Merkmale (BKM)
- Technischer Wert:
- · Bewertung der Schwierigkeiten/Körpertechniken
|